Sommer

Auch unsere Poesie soll die Schönheit der Werken Gottes erweitern!

 

Dem Vater im Himmel den Dank

 

Saftig, blühend stand die Wiese

An dem schönen Morgen früh.

Bauern haben's umgewandelt,

Abends Duft verbreitet sie.

 

Heu, das für die lieben Kühe,

Von dem Saft ‘gen Gras gemacht

Wird zur Scheune dann gefahren,

Des kalten Winters ist's gedacht.

 

Bauern haben Heu für Kühe,

Wir - den Duft vom frischen Heu,

Der belebt den matten Körper,

Macht der Schlaffen Mut ganz neu!

 

Teure Werte, die die Wiese

Barg in Blumen und in Gras,

Das bekommt ihr, liebe Kinder,

Mit der Milch, die euch gibt Kraft.

 

- Unsrem Vater in dem Himmel,

was gehört nun Ihm von dem?

- Ihm gebühret Dank und Ehre,

Dass ER uns so gut ernährt !

 

Schau auf zur Sonne

 

Vom frühen Morgen bis abends spät

Die Sonnenblume im Kreis sich dreht;

Sie schaut die schöne Sonne an

Und weiß, dass sie so wachsen kann.

 

Drum sieht sie auch der Sonne gleich,

So werden ihre Körner reif.

Dann neigt zufrieden sie ihr Haupt:

Die Blume welkt, dürr wird das Laub.

 

Ihr Leben hatte einen Sinn,

Dem Bauer brachte sie Gewinn.

Was braucht sie mehr? - Sie kümmert nicht.

Ob man verbrennt den Stamm, zerbricht . . .

 

Mensch, schau doch nur die Pflanze an !

Wie Gott dein Leben gebrauchen kann;

Wenn du nur siehst auf Jesus Christ,

Dann hier und ewig du glücklich bist!

Familie Viktor & Karoline Fritz

Ich bin das ganze Jahr vergnügt...

 

So singen wir in einem Lied.

Auch aus den Schuljahren kennen wir die Geschichte von dem Jungen, der zu jeder Jahreszeit dem Vater sagte, dass gerade diese die Schönste Zeit des Jahres sei.

 

Und in dem erwähnten Lied heißt es vom Sommer:

"Dann kommt die schöne Sommerzeit.

Wie hoch ist dann mein Herz erfreut,

wenn ich vor meinem Acker steh

:/und so viel Tausend Ehren seh!/:"

 

Welche schöne Poesie finden wir auch in Psalm 104:

"Du läßt Brunnen quellen in den Gründen,

dass die Wasser zwischen den Bergen hinfließen,

dass alle Tiere auf dem Felde trinken

und das Wild seinen Durst lösche.

An denselben sitzen die Vögel des Himmels

und singen unter den Zweigen.

Du feuchtest die Berge von obenher;

du machst das Land voll Früchte, die du schaffest

du lässest Gras wachsen für das Vieh

und Saat zu Nutz den Menschen,

dass du Brot aus der Erde bringest, ...

das Brot des Menschen Herz stärke;

dass die Bäume des HERRN voll Saft stehen,

die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat.

Daselbst nisten die Vögel,

und die Reiher wohnen auf den Tannen. ...

So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit

und an sein Ackerwerk bis an den Abend. ...

 

Es wartet alles auf dich,

dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.

Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie;

wenn du deine Hand auftust,

so werden sie mit Gut gesättigt.

 

Der Autor dieses Psalmes ruft aus:

"HERR, wie sind deine Werke so groß und viel!

Du hast sie alle weislich geordnet,

und die Erde ist voll deiner Güter."

Unser tägliches Brot

 

In die schöne Vase stelle ich ein Sträußchen,

nicht von duft’gen Veilchen oder schönen Rosen;

Auch nicht Maienblümchen mit den feinen Düften,

sondern goldne Ähren von dem Roggen, Weizen.

 

Dieses goldne Sträußchen ist mir viel, viel teurer,

als die duft´gen Jasmins und die edlen Rosen.

Eine tiefe Deutung seh’ ich in dem Symbole:

Das ist ja unsre Nahrung, die wir täglich kosten.

 

Das Brot war uns sehr teuer in den Hungersjahren.

Wir wollen es auch schätzen in den künft´gen Tagen.

Um es zu bekommen ließ man sich bedrängen

In den langen Schlangen, oft bei großer Kälte.

 

Unser teurer Heiland nennt sich „Brot des Lebens“.

Wer nach Ihm verlanget, hat das ew’ge Leben!

Kostenlos, in Ruhe dürfen wir es haben.

Wir wollen es genießen, uns mit Freuden laben!

 

Übersetzt vom Russischen von Vera Kuschnir