Hochzeit

Gedichte zur Hochzeit und für Jubilare

 

 

Die schönsten Blümlein

 

"Strebet nach der Liebe" 1. Korinther 14,1

"Selig sind, die reines Herzens sind;

denn sie werden Gott schauen."

Matthäus 5, 8

 

1. Wie gut, wenn auf dem Lebensweg

mit uns ein Führer ist,

der sicher kennet jeden Steg

und sorgt auch väterlich.

2. Von heute an betretet ihr

zu zweit den neuen Pfad,

der Euch noch ist ganz unbekannt -

da braucht Ihr manchen Rat.

3. Drum wünschen wir von Herzen Euch:

Beginnt ihn nur mit Gott.

Er wird Euch raten sicherlich

und helfen auch in Not !

4. Doch dass Ihr fröhlich pilgern könnt,

Nimmt diese Blümlein mit:

Das rote Röslein Liebe " heißt,

die Liebe führt zum Sieg!

5. Und wer das weiße Blümlein pflanzt

tief in das Herz hinein,

der geht gewiss zum Himmel ein -

das Blümlein heißt kurz : " Rein" !

 

Bibelwort und Gedicht kann von zwei bis fünf Kindern dem Brautpaar gesagt werden.

Die Kinder halten die entsprechende Rose

Zum Schluss stellen sie die Rosen in die vorbereitete Vase.

 

Zwei Wässerlein - ein Strom

 

Den Bergen herunter ergießt sich ein Bach,

Wenn er weit entfernt ist, bleibt er außer acht;

Doch freut sich an ihm manches Vöglein und Tier,

Bei brennender Sonne, am Bächlein so kühl.

Und weit entfernt noch ein Wässerlein fließt,

Den matten Pilger es freundlich begrüßt;

Es ladet ihn ein: "Komm, erquick dich an mir",

Auch hilft es den herrlichen Blümlein erblüh’.

Ihr Ursprung ist weit von einander entfernt,

So fließen sie still, unbemerkt durch die Welt;

Doch ist auf Erden oft vorgekommen schon -

- Zwei Wässerlein treffend dann bilden den Strom.

Bedenkt euch, welch´ Segen kann bringen solch´ Strom!

Millionen Menschen erquickte er schon,

Auch viele Gärten stehen da frisch und grün,

Gedenkend des Stroms, dass sie durften erblüh´n.

Der köstliche Strom aber fließet alsdann

Und machet zu fruchtbaren Feldern den Sand.

Auch wenn seine Kraft wird vernünftig benützt,

Dann bringt er Millionen Menschen das Licht !

Doch wenn dieser Strom nicht will geh´n seinen Gang,

Welch großen Schaden er anrichten kann:

Er reißet danieder, was einst aufgebaut

Und, ach! - Wie viel Opfer, wenn wild er aufbraust !

Wir wünschen auch Euch, liebes Ehepaar heut,

Weil Euer zwei Leben der Herr hat vereint:

Seid ähnlich dem Strom, der erquicket und labt,

An dem jeder Dürstende trinken kann satt.

Das Flussbett Euch Jesus gelegt selber hat;

Es geht immer tiefer und tiefer hinab.

Ja, bleibet in Ihm, der die Quelle selbst ist,

Nur dann reicher Segen durch Euch sich ergießt!

 

O, mög´ Euer Leben auch segensreich sein

Und viele Herzen erquicken, erfreu’n !

Des Mannes Würde

 

"Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit,

ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke,

ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums.

Sondern, wer sich rühmen will, der rühme sich dessen,

dass er klug sei und Mich kenne, dass ich der HERR bin,

der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden;

denn solches gefällt Mir, spricht der HERR."Jeremia 9, 22 – 23

 

Was ist ein Mann in seinem Heim, und was ist seine Pflicht ?

Wir reden heut nicht von der Welt, sondern, wenn er ein Christ.

Wie vieles kommt im Leben vor, das gar nicht sollte sein;

Und wenn wir es betrachten recht, so kommt's von einem Heim.

Einst sprach ein Lehrer solches aus, und Wahrheit kann es sein:

Er sehe nur den Schüler an, dann sehe er sein Heim.

Wie schön wär's, wenn in jedem Heim nur wohne Sonnenschein;

Doch, wil es einen Teufel gibt, drum kann es so nicht sein.

Wohl jedem Mann, der Weisheit sucht und hört auf guten Rat,

Dem schenkt Gott reichlich Gnade auch, den Pflichten kommt er nach.

Alle schwere Arbeit, Lasten versieht mit Sorgfalt er

Dazu hat ihm Gott Kraft verliehen, nur Ihm gibt er die Ehr'.

Unter seinem Dach ist Ordnung, er ist beliebt am Arbeitsplatz,

Weil er ehrlich und zufrieden, dazu noch fleißige Hände hat.

Im Heim ist er ein treuer Priester, er haltet Andacht jeden Tag.

Auch ermahnt er seine Kinder zu liebevoller, treuer Tat.

Er ist ein treuer Ehegatte, was er sagt hat einen Sinn;

Ein Nachbar, den man ehrt und achtet. Frau und Kinder achten ihn!

 

 

Das schönste Frauenrecht

 

Der Autor von diesem Gedicht ist uns unbekannt.

Es kam zu unserer Sammlung noch vor vielen Jahren, in Usbekistan.

Vielleicht hat jemand dieses Gedicht erweitert, dann melde dich bitte.

Denn es hat einen hohen Sinn der Würde einer Frau!

 

Das Recht zu dienen und zu lieben,

das Recht Barmherzigkeit zu üben.

 

Das Recht die Kindlein sanft zu hegen,

sie ziehen, lehren, mahnen, pflegen.

 

Das Recht, wenn alles schläft zu wachen,

Das Recht im Dunkel Licht zu machen.

Das Recht gekrönt mit sanfter Würde

zu tragen anderer Last und Bürde.

 

Das Recht, wenn trübe Zweifel walten,

den Glauben fest und treu zu halten.

 

Das Recht, ohne Ende zu verzeihen;

Das Recht eine ganze Frau zu sein!

Voll wahrer Güte, fromm und echt:

Das ist das schönste Frauenrecht!

 

Eins ist Not

 

"Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt."

Lukas 10, 42

"Eines fehlt dir . . ." Markus 10, 21

 

"Eins ist Not" - sprach Jesus einst zu Marta;

Zum reichen Jüngling sprach ER: "Eines fehlt dir noch"

Und ob die Umstände auch waren ganz verschieden,

So fehlte beiden nur das ein- und selbe doch.

 

Das Eine, dass den Beiden fehlte,

Ist das nicht die wahre Gottesfurcht?

Der unbefleckte reine Wandel?

Mit einem Wort bezeichnet man es: "FROMM".

 

Die wahre Frömmigkeit ist zu erkennen

Nicht an den großen Kenntnissen der Schrift;

Nicht an frommen Reden, die ergreifend -

Nein, nur an Herzen rein von Sünd´!

 

Die Frömmigkeit ist eine Tugend -

Die erlangt wird nur durch Gottes Gnad´;

Durch ergebenen, gottgeweihten Wandel,

Der gerne geht den schmalen Lebensweg !

 

Sie ist die Summe alles Guten,

Sie enthält die tiefste Gotteslieb’ !

Sie sitzt gerne zu des Heilands Füßen,

Weil in ihr des Heiligen Geistes Trieb!

 

Wer sie besitzt, der hat im Herzen Frieden,

Und zeugt des Geistes Früchte auch;

Weil dessen Herze überfließt von Liebe

Und der im Leben hier, schon Jesus schaut.

 

Das "EINE" fehlte einst der Marta,

Es fehlt auch vielen Frauen noch.

Das "EINE" sucht Gott auch an Männern;

- Strebt nach dem EINEN" alle doch!

 

Der Student und der Lehrer

 

An einem schönen Frühlingsmorgen

eilt zur Schule ein Student.

Er kommt zu seinem alten Lehrer,

den er als guten Freund auch kennt.

 

Er ist in hocherhobner Stimmung,

sein Herz treibt ihn zum alten Freund;

Er will ihm eine Botschaft bringen -

die Augen strahlen vor Glück und Freud´.

 

Nach einem herzlichen begrüßen

spricht zum Lehrer der junge Mann:

"Herr Lehrer, Sie können mir gratulieren,

denn ich bin nun ein Bräutigam!"

 

Der alte Lehrer lächelt freundlich.

Er ist ein kluger, erfahrener Mann.

Solche strahlende Gesichter

sind ihm gewiss nicht unbekannt.

 

Doch er weiß, wie oft das Leben

kann verdunkeln solches Glück,

wenn nicht beide jungen Herzen

zum Himmel halten ihren Blick.

 

Er blickt dem jungen Mann ins Antlitz

mit freundlichen, doch festem Blick:

"Mein Freund, ich kann dich gut verstehen,

auch ich war einst so hoch beglückt.

 

Doch möchte ich von dir gern hören

was für ein Mädchen dir ist vertraut?"

"Ja, das will ich Ihnen gerne sagen -

sie ist wirklich eine schöne Braut!"

 

Da nimmt der Lehrer eine Kreide,

schreibt auf die Tafel eine Null "0".

Auf ihn schaut der Student mit Staunen,

doch er bleibt da gewiss nicht stumm.

 

Er spricht: "Herr Lehrer, sie ist sehr freundlich,

auch kann sie singen und spielen gut!"

Doch der Lehrer schreibt nur weiter

drei weiße Nullen noch dazu! "000"

 

der Student wird schon verlegen,

was meint mein Lehrer wohl damit?

Sind das nicht alles gute Gaben?

Braucht man wohl noch größ´res Glück?

 

Und er spricht weiter: "Sie ist auch fleißig,

im Kochen, Backen ist sie Meisterin,

Das Nähen geht ihr aus den Händen

und alles tut sie immer flink!"

 

Ja, der Lehrer schaut schon ernster.

Sein Freund kann ihn noch nicht versteh´n.

Er nimmt wieder seine Kreide -

Fünf Nullen (00000) folgend darf er sehn.

 

Da wird der Junge Mann bedenklich.

Er schweigt nur einen Augenblick:

"Sie ist ein wahres, frommes Mädchen!" -

Ruft er dann aus mit frohem Blick.

 

Nun schreibt der Lehrer zu all den Nullen

vorne noch eine "Eins" dazu

das soll sein der Preis des Mädchens

das in Jesu Liebe ruht! 1 00 000 000

 

Das Eine fehlte einst der Marta,

Es fehlt auch vielen Frauen noch.

Das Eine sucht Gott auch an Männern.

Strebt nach dem EINEN alle doch! ! !

 

Dieses Gedicht kommt gut bei einer Hochzeit an, wenn es von drei Personen vorgeführt wird. Dazu ist am besten eine schwarze Tafel und Kreide zu verwenden. Aber wenn keine Möglichkeit dazu ist, dann kann man die EINS und die Nullen ausschneiden, auf der Rückseite mit Haftstreifen versehen und während des Erzählens an eine Flanell anbringen.

Doch können beide Gedichte auch zu anderen Anlässen wie: Kinderstunde, bei der Andacht in einem Pflegeheim angewendet werden. Bildlich kommt es bei alten Leuten besser an

 

Die Zahlen zum Ausschneiden kannst du in der "Bastelecke, Basteln zum Thema" finden.

Familie Viktor & Karoline Fritz

Zur Silberhochzeit

Selig, wer im Welt Gebrause nach der obern Gottesstadt,

nach dem rechten Vaterhause, stets ein Fenster offen hat.

Wo er kniend im Gebete seine Seufzer heimwärts schickt,

und in Früh- und Abendröte nach den Bergen Gottes blickt!

Unsre Lieben,* ____________ konntet es so oft schon sehn,

wie der Herr, der alle lieb hat, Seinen Kindern gern beisteht.

Einen vierten Teil von „Hundert“ Ihr im Ehebunde steht;

doch habt Ihr es gewiss erfahren, dass Seine Gnade nie vergeht!

Drum wünschen wir Euch, unsre Lieben, dass Ihr den Rest von Eurer Zeit

lebet nur zu Gottes Ehre und seid zu jeder Stund´ bereit!

 

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* * *

 

Liebe Freunde, Liebe Gäste! Wir sind heut beim frohen Feste;

wollen rühmen Gottes Gnad´, die bis hier geleitet hat!

Unsre Lieben:* _____________ Ihr seid heut so hoch geehrt,

weil Ihr 25 Jahre im Bunde Eurer Liebe steht.

Vieles gab’s in all den Jahren: Manche Freud, gewiss auch Leid,

denn so ist das Erdenleben; kein Leid gibt's in der Herrlichkeit.

Drum wünschen wir Euch, unsre Lieben, dass Ihr bleibt stets Jesu treu.

Das Liebesband noch fester knüpfet, dass niemand schaut zurück mit Reu´.

Gott gebe, dass auch Eure Kinder, Enkelkinder und vielmehr

alle, die zu Euch gehören, folgen Jesu, Seiner Lehr´.

Gott segne Euch mit Seinem Segen und alle, die Euch Gott geschenkt.

Dass Ihr hier und einst im Himmel, ja, ewig froh beisammen seid!

 

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