Erntedank

Mit den Worten dieses schönen Zwiegesprächs möchten wir alle Sucher

nach Weihnachtsgedichte und Besucher unserer Seite begrüßen!

Wir kennen den Autor von diesem Gedicht nicht, aber es wurde zu unserer Kinderzeit sehr oft in feierlicher Stimmung wiederholt.

So ist es auch im Kopf fest sitzen geblieben und immer wieder bei den Vorbereitungen zu Weihnachten zur Tätigkeit motiviert!

Lieber Freund, hast du schon erfahren, wie das frohe Auswendiglernen beglücken kann? Was für einen Nutzen hast du davon?

- Wenn du es, wo du gehst und stehst nicht sinnlos wiederholst, steigert sich die Freude auf das kommende Fest!

- Du bekommst neue Ideen, mit was du deine Eltern, Geschwistern, die Erwachsene in der Gemeinde oder ein verlassenes Kind erfreuen kannst.

Berate dich darüber mit deiner Mami, sie wird dir bestimmt dabei helfen.

- Wenn du durch dein Lernen andere glücklich machst, erfüllst du

das Gebot Jesu: „Was ihr getan habt einem unter diesen

meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Matthäus 25, 40

Also, es bringt ewigen Gewinn!

 

Wir wünschen dir gute Wahl beim Suchen, viel Freude beim Lernen

und Gottes reichen Segen zum frohen Fest!

 

O Weihnachtszeit, o schöne Zeit!

Erstes Kind

O Weihnachtszeit, o schöne Zeit! Wie freuen sich alle Kinder heut!

Ich möchte jubeln, jauchzen, singen, dem lieben Gott ein Loblied bringen!

Zweites Kind

O sage mir, was freut dich so? Warum sind heut alle Leute froh?

Ich möchte auch fröhlich sein mit andern Menschen groß und klein.

Erstes Kind

Du weißt doch, was die Weihnacht ist, da einst geboren Jesus Christ.

Er kam vom Himmel hoch und hehr, weil Er uns Menschen liebt so sehr.

Zweites Kind

Wo ist er, sag, in welchem Haus? Wie sieht auch seine Wiege aus?

Ist seine Wohnung schön und groß, wie eines reichen Königs Schloss?

Erstes Kind

Oh nein, sein Haus hat keinen Saal. Er liegt in einem armen Stall,

Die Wiege ist ein Krippelein und Heu – die Federn sollen sein.

Zweites Kind

Wenn dieses Kindlein ist so arm, das es nicht hat ein Bettlein warm,

Wie weißt du denn, es sei der Christ, der uns vom Himmel kommen ist?

Erstes Kind

Als Christus kam auf diese Erd’, da waren Hirten auf dem Feld.

Zu diesen kam ein Engel licht und sprach: „O fürchtet euch doch nicht!

Ich künd’ euch große Freud, der Heiland ist geboren heut!

Nun gehet hin, die Zeichen sind, das ihr ihn in der Krippe find’t.

Da kam der Engeln großes Heer und alle sangen Gott zur Ehr,

Auf Erden ist gekommen heut für alle Menschen Fried und Freud!

Zweites Kind

Wenn Jesus hat Geburtstag heut, was macht ihm wohl die größte Freud?

Gern möchte ich ihm auch was bringen, könnt ich ihm nicht ein Liedlein singen?

Erstes Kind

So komm, im fröhlichen Verein, Gebet und Lieder ihm zu weihn’;

Doch merk, dem Heiland Jesus Christ ein folgsam Herz am liebsten ist!

 

* * *

Auf dieses Gedicht findest du unter "Vidios" einen kurzen Film.

 

 

Ein jedes Ding hat bei Gott seinen Plan

und alles fängt klein und unscheinbar an.

Das Samenkorn klein – wächst einmal zum Baum;

Das Blümlein im Felde – sprosst, wächst und blüht dann;

Der Ursprung des Stromes ist ein Bächlein ganz klein.

Ja, wie kann es anders auf Erden auch sein?

 

Ein Kind in der Krippe wird Retter der Welt.

Das kleine Bethlehem ist dazu bestimmt.

Doch später tritt Jesus auf in Kraft,

am rauen Kreuz wird das Werk dann vollbracht!

 

 

Das "Gespräch" der Kerzen

Jesus Christus spricht:

 

„Ihr seid das Licht der Welt.“ Matthäus 5, 14

 

„Ihr seid das Salz der Erde.“ Matthäus 5, 13

 

 

 

Drei brennende Kerzen im Raume hier steh´n

wo einst war so dunkel, man konnte nichts sehn. -

Die Kerzen brachten den Schein mit sich rein,

sie wollten die Leute erquicken, erfreu´n.

Ganz stille, verzehrend stehen sie da,

die "Züngchen" flattern, doch wer nimmt sie wahr?

Ganz leise, flüsternd ist ihr Gespräch

ein feines Ohr diese Rede nur hört.

1. Kerze :

"Ich wünsch, dass mein Lichtlein and´re erwärmt,

doch ist es nun so, dass uns kaum jemand merkt . . . .

Ein jeder hat so viel Schönes zu sehn,

ohne Achtung auf uns sie vorüber nur geh’n."

2. Kerze :

"Da hätte doch Vorteil das elektrische Licht,

es scheinet viel heller, doch geachtet wird´s nicht.

Die Leute haben von allem genug,

um das Licht zu beachten, sind sie zu klug."

3. Kerze :

"Und denkt ihr, dass man nur uns übel tut?

Dem Salz, ohne das keine Speise schmeckt gut . . . ?

Es muss auch schweigen, wie's verbraucht wird, verzehrt;

man vermisst es nur, wenn im Haushalt es fehlt."

1. Kerze :

"O, möge der Mut nicht verloren uns geh´n,

wir wollen brennend auf dem Platze hier steh´n.

Und wenn wir ganz verzehrt, erloschen einst sind,

an uns dennoch denkt, DER uns hat angezünd´t ! "

 

 

Die Laterne und der Docht

 

„Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen,

und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen,

bis dass er ausführe das Gericht zum Sieg.“ Mathäus 12, 20

Invormation:

Diese schöne Bilder sind von Adelheid Schüle, die sie zu allgemeinem Nutzen freigestellt hat. Wer diese Bilder haben möchte, um sie in der Gemeinde oder

für einen anderen Zweck einzusetzen, melde sich bitte bei mir.

Dann schicke ich sie persönlich zu.

 

 

"Danket dem HERRN; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich."

Psalm 118, 1

 

 

Ein Wort nur – „Danke“ klingt in mir im tiefsten Herzensgrund;

Ich beug mich tief vor Gottes Macht – nur flüsternd spricht mein Mund...

Und was im Stillen hat gekeimt, das bricht nun aus in Kraft!

Das ist der Lippen Frucht in mir Dem, Der das alles schafft!

Familie Viktor & Karoline Fritz

Anstöße zum Dank

 

Die folgenden Gedichte wurden zum Teil im Jahr 1974, in Gasalkent, Usbekistan von Kindern zum Erntedankfest hergesagt, welches in einem Hauskreis gefeiert wurde.

Hier in Deutschland wurden sie passend den Umständen verändert und erweitert.

Diese Liste kann ja unendlich erweitert werden …! Denn, je mehr man anfängt zu danken, desto mehr sehen wir den Reichtum der Gnade Gottes!

 

So wurde es gemacht:

• Gedichte wurden den Kindern, je nach ihrem Lernvermögen ausgeteilt.

• Bei der letzten Übung – vor dem Erntedankfest wurde jedes Obst und Gemüse als

ein Geschenk in Folie verpackt und ein Kärtchen mit der entsprechender Nummer

und dem Gedicht drangehängt

• Auch kleine Kärtchen, nur mit den Nummern wurden vorbereitet. Wenn es mehr

Gäste, als Geschenke gab dann wurden auch mehr Kärtchen und ihnen

entsprechende Geschenke vorbereitet.

• Am Fest wurden den Gästen die kleinen Kärtchen mit den Nummern ausgeteilt.

Dann brachten die Kinder ihre Früchte mit dem entsprechenden Gedicht vor.

• Jeder Gast bekam sein Geschenk! An jeder, wenn auch ganz kleinen Gabe freuten

sich, wie der Empfänger, so auch der Geber!

Das Erntefest beginnen wir heut voll Lob und Dank!

Wir wollen stets gedenken, was Gott an uns getan!

 

In dem vergangnen Sommer lies wachsen unser Herr

Viel Früchte und Gemüse und was man braucht noch mehr:

Er gab uns milden Regen Und hellen Sonnenschein,

auch Winde, Blitze, Donner müssen sein dabei!

Nr. 1.

Zuerst für was wir danken,

das ist das gute Brot!

Die kleine Körnlein Weizen retten uns von Not.

Uns sollen sie erinnern, wie fein zermahlt sie sind –

So soll zermalmt in Demut auch sein ein Gotteskind!

Nr. 2.

Auch nicht zuletzt wir danken

unsrem lieben Gott

für das gute Wasser,

wir leiden keine Not.

Es kommt sogar in Röhren

uns ins Haus herein!

Ist das selbstverständlich?

Ist es zum Dank zu klein!?

Und das Himmelswasser,

das in Strömen gießt,

können wir erst schätzen,

wenn’s zu trocken ist.

Nr. 3.

Die großen, guten Kartoffeln

sind sie nicht Dankes wert?

Nie sollten wir ohne danken

sie stellen auf den Herd.

Sie sollen uns erinnern

an schwere, arme Zeit,

wie sie für Kleiderstücke

wurden ausgetauscht.

Nr. 4.

Wie viele Vitamine

in Karotten sind drin;

Ich denke, dass uns keinem

noch fehlt an Vitamin.

Nr. 5.

Und wem an Blut noch mangelt,

dem sagt die Medizin,

dass in Roten Beeten

die Werte zu finden sind.

Nr. 6.

Wer sich sehr schwach noch fühlet,

der esse recht viel Kraut!

Es ist nicht Menschenlehre –

den Grund hat Gott erbaut!

Nr. 7.

Wir wollen nicht vergessen,

was Paprika uns gibt.

Die sollte jeder essen,

sie gibt uns Appetit!

Nr. 8.

Wie wäre es auf Erden,

wenn’s keine Zwiebeln hätt’?

Sie schützen unsere Zähne,

bestreite ich auf’s Wett!

Nr. 9.

Und der gute Knoblauch

hält manche Krankheit fern;

Wir wollen ihn genießen

stets dankend unsrem Herrn!

Wer über Geruch noch meckert,

der denke auch daran,

wie die Israeliten

den Mangel an ihm empfand’t.

Sie hatten ja das Manna,

dass allen Mangel ersetzt,

drum war kein Grund zum meckern,

genau wie wir auch jetzt!

Nr. 10.

„Ach, der Rettich ist so scharf!“ –

so mag ein mancher sagen.

Reibe, würze ihn mit Salz,

das würde ich dir raten.

Nr. 11.

Tomaten wir gebrauchen

so viel in diesem Land.

Sie sind am kalten Norden

in Bildern nur bekannt.

Nr. 12.

Auch die Auberginen

in guter Meisterhand,

werden zu leckerer Speise,

die wenigen bekannt.

Nr. 13

Ach, wie machen doch die Gurken

uns so guten Appetit!

Wem an Appetit noch mangelt,

haltet nur mit uns mal mit!

Nr. 14

Oh! Wie groß wächst doch der Kürbis!

Er wird von vielen verachtet heut;

Doch denkt, wie er in schwerenJahren,

hat so manchen oft erfreut!

Nr. 15.

Zucchini ist eine Kürbisart -

kalorienarm, gesund!

Und wer Kalorien will zählen,

dem schmeckt sie auch im Mund.

Nr. 16.

Gute Lieferanten

für Eisen, Magnesium

sind die grünen Bohnen

das Internet, macht’s kund.

Dort findest du Rezepte

und was dich interessiert –

Wie gut, dass sie im Garten

bei uns zu finden sind!

Nr. 17.

In den gelben Sonnenblumen

sind paar Hundert Kerne drin.

Geröstet essen wir sie gerne,

das Öl von ihnen genießen wir

Nr. 18.

Zum Gemüse gehören Kräuter:

Petersilie und Dill.

Wer gesund sein will und munt

der gebrauche davon recht viel!

Nr. 19.

Wir Deutschen mögen sehr Salat.

Zu Tisch kommt er in vieler Art.

Den „Eisberg“ knackig genießen wir,

das ganze Jahr, Herr, danke Dir!

Nr. 20.

Halt! Wir haben ganz vergessen,

was noch bei uns im Garten gab.

Es sind gesunde Johannisbeere:

rot, und schwarz, und gelb sogar!

Nr. 21.

Kann jemand die hohen Werte schätzen,

die in allen Beeren sind?

Was uns Himbeeren bedeuten,

muss wissen jeder, sogar ein Kind!

Nr. 22.

Die Brombeeren sind ihnen ähnlich,

statt rot sind sie dagegen schwarz.

Obwohl sie manchen sind zu sauer,

erforsche dennoch ihre Kraft!

Nr. 23

Ach, wie schön ist doch der Sommer!

Da genießen wir viel Obst.

Die ersten Früchte sind die Kirschen.

Wie sind sie hier im Glas so rot!

Nr. 24.

In jedem Garten wachsen Äpfel.

Sie hingen diesen Sommer voll.

Das runde Jahr wir sie genießen;

dafür mein Herz Gott loben soll!

Nr. 25.

Welche schönen, goldnen Birnen

sind gewachsen in diesem Jahr.

Groß ist Gottes Lieb und Treue! –

Das ist und bleibe ewig wahr!!!

Nr. 26.

Und die guten Pflaumen, Zwetschken

sind uns allen wohl bekannt.

Wenn unser Papi sie uns schüttelt,

welch Freude haben wir daran!

Nr. 27.

Und die Quitten sind so hart,

sie kann man roh nicht kosten,

doch in ihnen hat es Saft;

Marmelade davon wir kochen.

Nr. 28.

Oh! Die wunderbaren Blumen

erfreuten schon so manches Herz;

Die Dahlien so bunt wir sehen,

sie schmücken heute unser Fest!

Nr. 29.

Liebliche Blume – Rose genannt,

du bist allen Menschen auf Erden bekannt!

Von dir will ich lernen: um mich herum

Düfte verbreiten zu des Heilandes Ruhm!!!

Nr. 30.

Der Herbst geht zu Ende,

doch im Garten wir sehn

Die prachtvollen Chrysanthemen

im Schmucke noch stehn.

Sie blühen oft bis in Winter hinein –

Lern Freude zu bringen,

wo kalt es noch scheint!

Nr. 31.

Ach, so viele Früchte

werden uns gebracht

aus dem heißen Süden.

Seht mal, welche Pracht!!!

Trauben gibt es freilich

auch in unsrem Land,

doch die schönsten Sorten

als Import sind bekannt.

Nr. 31.

Ich bin noch klein und ungelehrt,

doch das kann ich schon fassen,

dass Gott die schönen Aprikosen

zum Guten uns lies wachsen!

Nr. 32.

Ich habe eine Art von Früchten,

viele Kerne sie enthält.

Als Symbol im Alten Bunde

wurden sie von Gott bestimmt.

Nun, wer will es jetzt erraten,

welche Frucht damit gemeint?

Doch das darf ich euch noch verraten:

sie senkt den Blutdruck, macht es rein!

(Der Granatapfel)

Nr. 33.

Auch die süßen Wassermelonen

waschen unsre Nieren rein.

Wie gut, dass wir sie dürfen haben.

Lasst uns dem Herrn recht dankbar sein!

Nr. 34.

Aber, was sind das für Früchte?

In einem Pelz sind sie gehüllt.

Doch essen wir sie alle gerne,

mit süßem „Fleisch“ sind sie gefüllt.

(Pfirsiche)

Nr. 35.

Es gibt auch saftige, gelbe Früchte:

In unsrem Land ist’s ihnen kalt,

darum wachsen sie in Häusern –

im „Heißen“ wachsen sie im Wald.

(Zitronen)

Nr. 36.

Das Land, wo Milch und Honigfloss

ist allen uns bekannt.

Doch haben wir ein „Kanaan“

auch in unsrem Land!

Nr. 37.

Und die Walnüsse – die guten

Sind geformt, wie das Gehirn.

Ja sie sollte jeder essen

Und ganz besonders jedes Kind.

 

Mit danken ist’s erst angefangen.

Unsern Hörern wird’s zu lange,

wenn wir alle Lieb und Treu erzählen,

die uns täglich neu!

Drum wollen wir mit Lob beenden

unser frohes Dankesfest,

und wollen unsern Heiland bitten,

dass ER uns ferner nie verlässt! Amen.

Jesus Christus spricht:

"Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn,

dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe,

so bleibt's allein; wo es aber erstirbt,

so bringt es viele Früchte "

Johannes 12, 24

 

Der Weg des Weizenkorns

 

Das Weizenkörnlein hat gelegen

trocken, ruhig, doch ohne Segen.

Es war zufrieden dass unberührt,

beim großen Haufen es so liegen blieb.

Jedoch das Leben war in ihm,

im Trocknen gab es keinen Trieb.

 

Und manchmal sah es ehrlich ein:

"Ich müsste zwar auch nützlich sein;

Ich liege hier schon lange Zeit,

bin einem toten Körper gleich.

Was nützt mir denn mein armes Leben,

bringe niemand einen Segen?"

Auf einmal wird's ganz laut ringsum,

das Korn aufs Land nun kommen soll.

So kam auch unser Körnlein mit,

mit nasser Erde dann zugeschütt´t.

Da seufzte es: "Nun ist's vorbei,

ich komme um in schwerer Zeit . . .

Wie grausam in der kalten Erd´

zu sterben ohne Sinn und Wert.

Vergessen bin ich, ganz allein –

muss so mein armes Ende sein?"

Doch warme Sonne und Regen fein

wirkten auf das Körnlein ein . . .

 

Ein Keimchen kam, wenn auch ganz dünn,

Ein hoher Halm wuchs stark aus ihm

Und bis zur hohen Erntezeit

War auch die Frucht des Körnleins reif

Wer ew´ges Leben will hier sehn,

Der muss den Weg des Sterbens geh´n!

 

Der Sonnenblumenkern

 

Wie es im Frühjahr eben ist:

Sonnenschein und oft auch Kühle, Schauer,

trotzdem das Saatgut ausgestreut schon wird.

Dazu bemüht sich ja ein guter Bauer.

Das Kohl und Mais und manch ein nützlich Kraut

Kam in die feuchte, kalte Erde.

Auch Sonnenblumenkörner nicht verschonet sind,

Sie müssen alle sterben, um zu leben.

Doch nur ein großer, fetter Sonnenblumenkern

Widersetzte sich dem großen Meister:

"Bin ich wohl nicht mein eig´ner Herr!"

Das sagte er zu sich in großem Eifer.

Und drückte sich im Speicher an die Wand,

ganz froh, dass er dem Tod entronnen.

Doch, glaubt es mir, dort war er niemals froh,

er zuckte, wenn ein Mäuschen

durch den Raum gegangen.

Besonders vor dem Besen war er scheu,

er duckte sich und kroch ganz in die Ecke.

Er fürchtete, er würde offenbart

und dann . . ., was soll aus ihm dann werden!?

Und während er im Dunkel so gelebt,

Veränderte die Welt sich unter Gottes Segen:

Blitz, Donner, Regen und der Wind

auch Sonnenstrahlen änderten die Erde.

Jedes Pflänzchen ragte sich empor

entzückend lauschend auf die frohen Töne

und der große Bauer ist vergnügt,

hoffnungsvoll er auf die Felder schauet!

Nun ist bald die schöne Erntezeit,

es ist Zeit die Scheunen aufzuräumen.

Jetzt wird jedes Ecklein ausgefegt,

auch der fette Blumenkern kommt aus der Scheune.

Jetzt landet er mit allem andern Kot

auf einem großen Haufen Mist im Garten.

Er ist nicht mehr sein eig´ner Herr, o nein!

Beleidigt stöhnt er und erhebt die Stimme:

 

"Wie unrecht wurde mir doch heut getan!

Mein teures Öl hat keine Anerkennung!

Es muss verderben, ohne angewandt

Schonte ich mich wirklich ganz vergebens?"

So klagend schaut er um sich her,

da sieht er über sich was Hocherhab´nes:

"O sage mir, wer bist du? Ich würde gern

mein Leben geben, um dir sein nur ähnlich!"

"Mein Name ist ganz einfach - Sonnenblume,

und nichts besonderes will ich auch gar nicht sein.

Im Frühjahr kam ich, wie die andern in die Erde

und sterben um zu leben war mein bestes Teil.

Doch ich beklage nicht die dunklen Tage,

auch nicht die Blitze, Donner, Regen , Wind,

denn über mir war dennoch Gottes Gnade,

die Sonne scheinte immer wieder warm und mild.

Auf sie nur schauen, das ist mein Verlangen.

So kann ich wachsen, blühen und gedeih´n.

Und so nur können meine Körner reifen,

denn mein Meister wartet schon darauf.

Bald fallen ab die bunten Blätter,

zur Erde neig ich dann mein müdes Haupt,

der Winter kann mir doch nicht schaden,

weil der Meister holt mich dann nach haus."

"Auch ich will lieber in die kalte Erde!

Ich will ertragen Sturm und Wind!

Um zu werden in den nächsten Tagen

so schön, wie meine Brüder, Schwestern sind!"

"Ach leider geht es nicht, mein Lieber,

die Aussahtszeit ist längst vorbei.

Leider kann man nicht einholen,

was im Frühjahr war versäumt.

Das sagte noch die schöne Sonnenblume

und ragt aufs neu ihr Angesicht empor

auf die liebe helle Morgensonne,

denn nur aus Gnaden scheint sie täglich neu!

 

"O Weihnachtszeit, o schöne Zeit!"

 

 

 

Die große Erdenkugel dreht sich so gleich und sacht,

die Sonne sie beweget und wechselt Tag und Nacht.

So ist’s auch oft im Leben, dass nach Freud und Glück

Kommen finstre Schatten, wo man braucht ein Licht.

Doch gibt es viele Leute, die gar kein Licht mehr sehen,

und in Gram und Kummer bald zugrunde gehen.

Sie denken, dass sie haben allein das größte Leid

und dass ihnen alle sind böse zugeneigt.

Wir leben in den Zeiten, von denen Jesus spricht,

dass wir sollen leuchten in der Finsternis!

Ja, unser teurer Heiland sprach gern durch Gleichnisse

und wir wollen befolgen seine heilige Lehr!

Von all den Beispielen lasst uns betrachten Eins:

„Die Eigenschaft des Lichtes“ bestimmt ein jeder weiß?

Doch, wie in unsrem Leben soll aussehen ein Christ,

„die wandernde Laterne“ nun präsentiert das Licht.

„Ich wurde einst gesendet zu suchen Finsternis,

doch auf der ganzen Erde fand überall ich Licht!

Ich wanderte auf Bergen, war auch im tiefen Tal;

in Winkeln klein und niedrig und auch im großen Saal;

bei Reichen und bei Armen, was Groß ist und auch Klein,

doch überall nur sah ich den hellen Lichtes Schein!

In meinem langen Wandern begegnete auch Sturm,

ich hielt es doch für besser, zu bleiben sanft und stumm.

Und als mein kleines Lichtlein zu löschen fing schon an,

ging ich zu einem Krämer, der füllte mir es an.

So zog ich immer weiter getrost mit frohem Mut

Und bei meinem Wandern war immer alles gut!

Drum, wenn mich jemand fraget: „Wo ist die Finsternis?“

Kann jedem ich bezeugen, dass überall ist Licht!“

Doch, weil in unsrem Leben auch schwache Christen gibt,

die selber sich nicht sehen, die Jesus dennoch liebt

die gleichen einem Dochte, der noch einwenig raucht

wir wollen ihn mal hören, ob er auch etwas weiß?

„Zu was war ich gesendet zu suchen helles Licht?

Da auf der ganzen Erde ist lauter Finsternis!

Mann hatte mir geraten besteigen auch die Höh’n,

wie kann ich dahin kommen, wenn ich doch gar nichts seh’!?

Und nichts Angenehmes ist zu riechen auch,

weil überall man findet nur Gestank und Rauch.

Drum, denke ich, ist’s besser, wenn man sitzen bleibt

Und vom Erdenelend nichts höret und nichts weiß!“

Welch traurige Geschichte hörten wir erst an ….

Auch er hat einst geleuchtet, doch war das Öl bald all.

Nun wandert er im Dunkeln und sieht sich selber nicht ….

Kommt, lasset uns ihm helfen, dass er auch kommt ans Licht!